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    Tipps & Tricks

    Fliesen verlegen

    Fliesen verlegen erfordert eine gewisse Fingerfertigkeit, aber mit dem passenden Werkzeug und der richtigen Anleitung können auch Laien Boden- und Wandfliesen einfach verlegen. So einfach geht's!

    So einfach geht's: Fliesen | i&M Bauzentrum

    Bodenfliesen verlegen

    Fliesen aus unterschiedlichen Pakete weisen immer, wenn auch minimale, Farbunterschiede auf. Mischen Sie daher entsprechende Mengen aus unterschiedlichen Paketen bevor Sie mit dem Fliesen beginnen.

    1. Unebenheiten ausgleichen

    Für eine erfolgreiche Verlegearbeit ist ein tragfähiger ebener Untergrund erforderlich. Unebenheiten müssen entsprechend ausgeglichen und verspachtelt werden.

    2. Fliesenkleber auftragen

    Tragen Sie so viel Fliesenkleber auf, wie Sie zügig verarbeiten können. Der Kleber wird dann mit der Zahntraufel durchgekämmt, um einen gleichmäßigen Kleberauftrag zu erhalten.
    Grundsätzlich sollte bei großen und dicken Fliesen eine grobe Zahnung (6-8 mm) und bei kleineren, dünneren Fliesen eine feine Zahnung (3-4 mm) verwendet werden.

    3. Verlegen der Fliesen

    Die Fliesen werden nun entsprechend dem Verlegeschema in das Kleberbett eingedrückt. Mit dem Gummihammer leicht festklopfen. Die Fliesen dürfen dabei nicht direkt auf dem Boden aufliegen.
    Der Fugenabstand richtet sich nach der Größe der Fliesen. (Feinkeramische Fliesen bis 150 mm etwa 2 mm, über 150 mm Kantenlänge 2-8 mm. Bei Grob keramischen Spaltplatten beträgt die Fugenbreite 10 mm).

    4. Sockelleisten

    Zum Anbringen von Sockelleisten Fliesenkeile unterlegen. Den Kleber vor dem Aushärten aus den Fugen herauskratzen.

    Bodenfliesen verfugen

    Der Bodenbelag kann 2-3 Tage nach dem Verlegen ausgefugt werden.

    1. Fugenmörtel verteilen

    Den Fugenmörtel nach Packungsangabe anmischen. Für Böden kann er etwas dünnflüssiger sein als bei Wandfliesen.
    Fugenmasse auf dem Belag ausgießen und mit einem Gummischieber gleichmäßig verteilen. Den Mörtel immer diagonal zum Fugenverlauf verteilen und die Fugen dicht füllen.
    Nach kurzer Zeit kann das ausgestreute Fugenmaterial mit dem Gummischieber zusammengeschoben werden.

    2. Vorreinigung

    Nach dieser ersten Vorreinigung des Fliesenbelages wird mit einem Schwamm oder Schwammbrett die Fläche feucht nachgewischt.

    3. Übergangsfugen

    Die Übergangsfugen zwischen Boden- und Sockel fliesen werden mit einer Silikondichtmasse gefüllt. Zum leichteren Arbeiten kann man die Fugen von beiden Seiten mit Kreppklebeband abkleben.
    Die Dichtmasse wird nun mit gleichmäßigem Druck aus der Kartusche verteilt. Anschließend mit einer Sprühflasche etwas befeuchten und mit Fugenglätter in gleichmäßiger Geschwindigkeit glattstreichen. Eine Spülmittellösung hilft hier, dass die Fuge schön glatt wird.

    Dehnungsfugen bei Raumübergängen

    Bauen Sie bei Fliesenbelägen, die in einen anderen Raum über gehen, eine Dehnungsfuge im Bereich des Raumüberganges ein. Bei Dehnungsfugen im Estrich auch an entsprechender Stelle im Fliesenbelag eine Dehnungsfuge einbauen. Die Dehnungsfugen werden mit elastischem Silikon ausgefüllt.

    Fliesen legen

    Sie haben prinzipiell zwei Möglichkeiten zu fliesen – einmal von unten und einmal von oben.

    Von unten

    Richtlatte ansetzen

    Eine Richtlatte wird unten so befestigt, dass bei der untersten Reihe Bodenunebenheiten ausgeglichen werden können.

    Fliesenkleber auftragen

    Jetzt den Fliesenkleber auftragen.

    Erste Reihe fliesen

    Legen Sie die erste Reihe Fliesen auf der Richtlatte an.

    Letzte Reihe fliesen

    Die Fläche nach oben und dann die beiden Seitenstreifen ver fliesen. Zum Schluss die Richtlatte abnehmen und die unterste Reihe fliesen.

    Von oben

    Fliesenrand festlegen

    Zuerst den oberen Fliesenrand festlegen und eine Hilfslinie ziehen.

    Erste Reihe fliesen

    Fliesenkleber auftragen und mit der obersten Fliesenreihe beginnen. Entsprechend der festgelegten Fliesensymmetrie wird direkt in der Ecke oder mit Abstand für die späteren Teilstücke rechts und links begonnen.

    Letzte Reihe fliesen

    Weitere Reihen verfliesen. Bei der untersten Reihe werden u.U. Fliesenabschnitte benötigt. Zum Boden hin einen Abstand von mindestens einer Fugenbreite einhalten.

    Wandfliesen richtig verfugen

    Vor dem Auftragen des Fugenmörtels müssen die Fugen sauber, trocken und gleichmäßig tief sein. Kleberreste werden herausgekratzt.

    Fugenmörtel verteilen

    Der Fugenmörtel wird nun auf die Fliesenfläche aufgetragen und schräg zur Fugenrichtung mit dem Fugengummi verteilt und eingeschlämmt.

    Mörtel abziehen

    In Gegenrichtung den restlichen Mörtel abziehen.

    Reinigen und Glätten

    Wenn der Mörtel auf dem Fliesenbelag matt wird und in den Fugen ansteift, kann die Reinigung beginnen. Dazu mit einem feuchten Schwamm die Fugen randsauber glätten.
    Den Fugenmörtel restlos von dem Belag entfernen und nach völliger Trocknung der Fugen mit einem weichen Lappen nachpolieren.

    Silikon für Dehnungsfugen

    Dehnungsfugen werden mit Sanitärsilikon ausgeführt. Hierzu beide Fliesenränder mit Kreppklebeband abkleben und eine Silikonnaht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auftragen.

    Silikon glätten

    Mit einem angefeuchteten Finger wird die Naht geglättet. Hierzu etwas Spülmittel ins Wasser geben.

    Anleitung als PDF

    Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung mit allen Einzelschritten:
    Download-Anleitung

    Richtiges Ausmessen

    Rechtwinkligkeit prüfen

    Vor Beginn der Verlegung sollte die Verlegerichtung und die Rechtwinkligkeit des Raumes überprüft werden.
    Einen rechten Winkel stellen Sie durch Abtragen der drei Maße 60/80/100 cm her.

    Verlegen bis zum Mittelpunkt

    Die erste Reihe kann nun bis zum Mittelpunkt verlegt werden. Die Länge dieser Reihe nun zu den Seiten hin abtragen.

    Seitliche Fliesenreihe vervollständigen

    Die seitliche Fliesenreihe nun vervollständigen. Von hier aus können nun alle weiteren Fliesenreihen einfach verlegt werden.

    Richtiges Anzeichnen von Endstücke

    Die Länge der Endstücke ermitteln Sie am einfachsten so:

    Gerade Endstücke

    Legen Sie die Fliese, die abzutrennen ist, deckungsgleich auf eine Fliese der letzten Reihe. Eine weitere Fliese nun gemäß Zeichnung an der Wand anschlagen und das verbleibende Maß auf der Fliese anzeichnen. Berücksichtigen Sie auch hierbei die Fugen. Auch hier ist das Übertragen der erforderlichen Maße einfacher als ein entsprechendes Abmessen.

    Schräge Endstücke

    Auch schräge Endstücke sind kein Problem. Die beiden erforderlichen Maße werden einfach übertragen und die Fliese kann dann problemlos geschnitten werden.

    Nützliche Hilfsmittel beim Fliesen

    Fugenkreuze als Abstandshalter

    Fliesen werden mit Druck und leichten Drehbewegungen in Position geschoben. Um einen gleichmäßigen Abstand zu erzielen, helfen Fugenkreuze, die es für unterschiedliche Abstände gibt.

    Arbeiten mit Fliesenhexe

    Mit übergehängten Blechecken (Fliesenhexe) kann eine Fliesenschnur gespannt und Fliesenreihen daran ausgerichtet werden. Das ist hilfreich, wenn die Markierung nicht mehr zu sehen ist.

    Symmetrischer Fliesenspiegel

    Um ein symmetrisches Bild zu erreichen, ermitteln Sie zunächst die Wandmitte und schlagen ein Senklot an. Die Schnittstücke an beiden Seiten sollten größer sein als eine halbe Fliesenbreite. Bei gleicher Fliesenbreite an Wand und Boden, wird der Fugenverlauf von der Wand zum Boden beibehalten.

    Fliesen an Außenecken

    An Außenecken beginnen Sie immer mit einer ganzen Fliese. Die Schnittstücke werden an der Innenseite verarbeitet. Lassen Sie die Fliesen um die Fliesendicke zuzüglich der Kleberschicht überstehen. An der angrenzenden Wand springen die Fliesen um eine Fugenbreite zurück. Noch einfacher geht es mit Eckschienen oder Jolly-Profilen, die Sie in vielen Abmessungen und Farben erhalten.

    Kleinere Abschnitte

    Bei kleineren Fliesenabschnitten die Fliesenrückseite zusätzlich mit Kleber bestreichen.

    Bohrlöcher

    Ein aufgeklebter Klebestreifen ist hilfreich, damit der Bohrer beim Anbohren nicht abrutscht. Bohren Sie stets mit niedriger Drehzahl und großer Vorsicht.

    Weitere Verarbeitungstipps

    Arbeiten ohne Schneidemaschine #1

    Auch ohne Schneidemaschine lassen sich gerade Schnitte herstellen.

    Arbeiten ohne Schneidemaschine #2

    Mit dem Glasschneider Schnittkante anzeichnen und über dem Rundholz brechen.

    Fliesenkanten

    Gut sichtbare Kanten werden entweder mit glasierten Fliesenkanten oder mit abgeschrägten Fliesenkanten ausgeführt.

    Löcher

    Notwendige Löcher bis zu einem Ø von 90 mm können mit dem Kreisschneider und der Bohrmaschine ausgeführt werden.

    Aussparungen

    Unregelmäßige Formen werden mit der Papageienzange herausgebrochen.

    Schnittkanten säubern

    Unschöne Schnittkanten können mit einer Hartmetallfeile begradigt werden.